Florian Csizmadia
Dirigent | Conductor

Kritiken | Reviews

"Ich kenne nur eine fruchtbare Art von Kritik: Selbstkritik." (Bruno Walter)

"The first critic was Lucifer..." (Edward Elgar)

Sinfoniekonzert (Sullivan, Reinecke, Schumann)  Romantik pur – mir hörenswerten Überraschungen im 2. Philharmonischen Konzert des Theaters Vorpommern. Und ein gut koordiniertes Programm, denn eine musikhistorisch wie stilistisch wich­tige Klammer umfasste die drei Werke des Abends: Leipzig, sein Konservatorium, sein Gewandhaus und dessen namhafte, europaweit als Lehrer geschätzte Kapellmeister. (...) Womit so einen schönen Eindruck toppen? Wenn es um Romantik geht, dann natürlich mit Schu­mann. Es war seine 4. Sinfonie (1841), der GMD Florian Csizmadia nicht nur einen eigenen Beitrag im Programmheft widmete, sondern sie mit stringenter Lebendigkeit als so intellektuell gebündel­tes wie im glücklichen Überschwank herausgeschleudertes Bekenntniswerk eindrucksvoll Klang werden ließ. Im Saal war man mächtig happy! Ostsee-Zeitung, 11.10.2018

Strauß: Die Fledermaus   Vorpommerns Philharmoniker waren in bester Spiellaune, so präzise wie schwungvoll und inspiriert musizierend und unter dem wieder souveränen GMD Florian Csizmadia starke Partner für serien­weise ausgezeichnete sängerische Leistungen. Ostsee-Zeitung, 24.09.2018

Sinfoniekonzert (Mozart, Mahler)   Generalmusikdirektor Florian Csizmadia hatte keine Mühe, Mahlers komplexe Klang- und Aus­druckswelten so differenziert wie überzeugend zu präsentieren. Ostsee-Zeitung, 06.09.2018

Sinfoniekonzert (Mendelssohn, Schumann, Elgar)   Generalmusikdirektor Florian Csizmadia sorgte mit größter Aufmerksamkeit dafür, dass dem so in­dividuellen wie vielfältigen romantischen Sound der vier Werke hinsichtlich sensibler dynamischer Differenzierungskunst nichts fehlte. Ostsee-Zeitung, 21.06.2018

Gesprächskonzert (Mussorgsky/Ravel)   Musikwissenschaftlich mit einer Promotion ausgewiesen, weiß Generalmusikdirektor Florian Csiz­madia als spiritus rector und Moderator, wovon die Rede sein muss und wie man sie so angemessen klar wie einleuchtend präsentiert. Und als erfahrener Dirigent liefert er auch die entsprechenden musikalischen Beweise. So gab es zunächst rund 60 Minuten eines flotten Wechsels von Wortbei­trägen, Beispielen am Klavier und mit dem großbesetzten Orchester, ehe nach der Pause das Werk als Ganzes erklang. (...) Das war so kurzweilig wie informativ, fern jeder besserwisserischen Beleh­rung und damit hilfreich. Ostsee-Zeitung, 24.04.2018

Previn: A Streetcar Named Desire   Das Philharmonische Orchester Vorpommern nahm sich des Werkes unter Leitung seines neuen Generalmusikdirektors Florian Csizmadia mit großer Sorgfalt und spürbaren Engagement an, die musikalisch-orchestrale Seite überzeugte, namentlich aus deshalb, weil der Dirigent um Durchsich­tigkeit bemüht war, große Rücksicht auf die Sänger nahm und somit einen „Klangherd“ schuf, der jederzeit voll auf das Bühnengeschehen fokussiert war. Online-Merker, 26.11.2017

 Formbewusst, ergreifend und nuancenreich präsentieren sich Vorpommerns Opernensemble und Philharmonie unter musikalischer Leitung von Generalmusikdirektor Florian Csizmadia. Ostsee-Zei­tung, 27.11.2017

Gesprächskonzert (Elgar)   Solch ein Format ist nicht neu, besitzt aber viel Potenzial. Zumal dann, wenn der moderierende Dirigent das sachkundige Informieren nicht als „Belehrung“ missversteht und glaubhaft machen kann, dass es besserem, weil tieferem Musikverständnis dient. Diesbezüglich hatte Florian Csiz­madia das Werk gut gewählt und seinen zunächst 60-minütigen „Werkstattbericht“ zu sachkompe­tenter, wortgewandt lebendiger und mit musikalischen Beispielen gewürzter Präsentation dieser Komposition genutzt. Ostsee-Zeitung, 08.11.2017

Sinfoniekonzert (Martinu, Smetana)   Csizmadia vermittelte mit den gut aufgelegten Philharmonikern den vertrauten Eindruck, alle künstlerischen Anstrengungen mit Kompetenz und anspruchsvollem Gestaltungswillen auf die Wie­dergabe des „Gegenstandes“ zu richten. (...) Insgesamt (...) lag man sowohl bei Martinus „Mahnmal für Lidice“ (...) als auch bei Smetanas natio­nalem Epos [Mein Vaterland] richtig. Und das bei Ersterem im expressiven Nachvollzug düster-(an)klagender, zu viel individuelle Emphase aber meidender Erinnerungen an ein faschistisches Ver­brechen (...) und bei Smetana im Betonen eines Musizierens, das böhmische Musikalität und Men­talität sowie sprachmächtige, sinfonisch „erzählende“ Bildhaftigkeit gleichermaßen prägnant mo­delliert. Ostsee-Zeitung, 25.09.2017

Gounod: Faust   Florian Csizmadia und die Vorpommersche Philharmonie musizierten hier ausdrucksstark ein hand­werklich perfekt beherrschtes Werk von beeindruckendem, oft schwelgerischem Lyrismus und dra­matischer Schlagkraft, expressiver Eindringlichkeit und oft unwiderstehlichem Drive; Kritik an zeit­bedingter, chor- und orgelverstärkter religiöser Obsession (Margarethe) scheint schon großartiger Gestaltungsintensität wegen gegenstandslos. Ostsee-Zeitung, 24.04.2017

Donizetti: Don Pasquale   Florian Csizmadia (...) ließ Donizettis Musik reizvoll sprühen und lebhaften Buffo-Geist ausstrahlen. Ostsee-Zeitung, 03.05.2016

Sinfoniekonzert (Liszt, Chopin, Strauss)   Für Csizmadia war das mit Liszts „Mephisto-Walzer“, Chopins zweitem Klavierkonzert und der Or­chesterfantasie „Aus Italien“ von Richard Strauss bemerkenswert bravourös angelegte Pro­gramm offensichtlich kein unbekanntes Gelände. Gleichwohl durfte es als Signal für selbstbewusst präsen­tierten Anspruch und künstlerische Leistungsfähigkeit gelten. Dabei hatte er die Vorpom­merschen Philharmoniker sichtlich auf seiner Seite. (...) Nächst dem zentral positionierten Chopin-Konzert, das Csizmadia dirigentisch mit aller notwendigen metrisch-rhythmischen Biegsamkeit eines be­wusst zurückhaltenden, fantasieartig freien und brillanten Musizierens sicher meisterte, war es die­ser Strauss, dem der Konzertabend besonderes Gewicht verlieh. Mit dynamischer Fein­arbeit und pulsierender, prägnanter Gestik konnte diese Aufführung einem Werk Gehör verschaf­fen, das (...) mehr Beachtung verdient. Ostsee-Zeitung, 10.12.2015